Mein erster Webblog
Menü

~Start
~Über...
~Gästebuch
~Kontakt
~Archiv
~Süchtig?
~RSS

Kategorie



Themen



Links



Ich bin schon mit Kopfschmerzen aufgewacht. Er schmerzt immer noch. Trotz Schmerztabletten. Meine Augen sind müde und schwer - so wie mein ganzer Körper. Fühl mich total erschöpft und kraftlos. Dazu kommt noch dieses Schwindelgefühl und die Übelkeit. Alles auf einmal.

Zusammen mit der Anspannung und der Traurigkeit keine gute Kombination.

Der Tag hat gerade erst angefangen - und ich fühl mich jetzt schon zu kraftlos und erschöpft um durchzuhalten. Mal sehen was passiert...
1.2.09 10:01


Ich habe einen Brief wiedergefunden. Zufällig ist er mir in die Hände gefallen. Er lag die letzten Tage immer neben mir. Versteckt - damit A* ihn nicht sieht. Es ist der Brief an R*. Ihn habe ich geschrieben als wir zusammen waren - an ihn. Um mich zu erklären.
Zu erklären das er mir Zeit geben muss - das ich die brauche. Einfach brauche. Ich hab ihm geschrieben was mit mir passiert wenn man meine Grenzen missachtet. Wie schlecht es mir dann geht. Das ich Zitter und voller Angst bin. Das es mich an früher erinnert. Ich habe immer und immer wieder geschrieben das ich Zeit brauche. Zeit und Vertrauen. Ich habe geschrieben das mir all das zu schnell geht. Das er mich überrumpelt - mich unter Druck setzt.

Ich habe alles offengelegt. Meine ganzen Ängste - meine ganzen Gefühle - meine Vergangenheit - mich.

Und er? Er hat nichts davon hören wollen. Nichts von meinen Gedanken. Nichts von den Ängsten und Erinnerungen. Nichts von der Vergangenheit. Gar nichts. Stattdessen war er sauer und verletzt. Ich versteh es bis heute nicht.

Ich hab mich gläsern gemacht. Völlig. Und ich frag mich ob er all das in dem Brief und all das was er über mich wusste nicht ausgenutzt hat. Benutzt um mich zu benutzen. Er wusste alles von mir - wirklich alles.

Wieso hab ich ihm das damals bloß alles anvertraut? Wieso hab ich ihm vertraut?

Ich wollte doch nur geliebt werden - mehr nicht. Einfach nur geliebt werden!




"I try to breathe
Memories overtaking me
I try to face them but
the thought is too
Much to conceive ..."

(Staind - Fade)
1.2.09 10:49


Ich bin nachdenklich - traurig - ängstlich. Voller Schuldgefühle - und voller Scham. Dazu kommt diese elende Anspannung, die einfach nicht verschwindet.

Ich will mich betäuben - meine Gefühle abtöten. Meine Ängste - und auch die Erinnerungen. Einfach alles soll fort sein. Verschwinden.

Ich will das endlich Abend ist. So spät, das ich mich ins Bett verkriechen kann und in den Schlaf flüchten. Dort bin ich sicher vor ihm - zumindest solange die Erinnerungen nicht in meinen Träumen auftauchen.
1.2.09 16:05


Ich kann den Inhalt dieses Briefes einfach nicht vergessen. Kein bisschen. Ich frage mich was daran so falsch zu verstehn war - wieso er sich davon angegriffen fühlte.
Ich frage mich ob es wirklich so unmissverständlich war - oder ob er alles genau verstand, es ihm aber egal war. Weil ich es war. Ihm egal.

Er hat mit jeden Abend den wir zusammen waren darauf hingearbeitet mich dazu zu bringen das ich ihn körperlich an mich heranlasse. Er war immer genervt wenn ich starr wurde und Tränen in den Augen hatte - ich gezittert habe. Er ließ mich das immer spüren. Immer wieder. Dann dazu seine gut getarnten Lügen die ich erst viel später erkannt habe. Er hat mir immerzu das Gefühl gegeben nicht zu genügen - die Schuld zu tragen - alles falsch zu machen.

Er hat systematisch jeden Tag mehr Druck ausgeübt. Hat mich mit Liebesentzug bestraft. Damit, mich nicht mehr zu beachten - über mich zu sprechen als wäre ich nicht dabei. Es gab keinen Kuss mehr - und keine Umarmung.
Ich habe mich klein und hilflos gefühlt in diesen Momenten - saß weinend in der Küche während er mit seinen Freunden im Internet surfte. Er ist nur ein einziges Mal zu mir gekommen in der Zeit. Und statt mich zu trösten - mich in den Arm zu nehmen - bei mir zu sein und mir das Gefühl zu geben das ich mich an ihn lehnen kann - stattdessen machte er mir Vorwürfe. Sagte, das ich mich nicht so anstellen soll. Danach ging er wieder und ließ mich zurück. Ich hab mich hundeelend gefühlt.

Ich habe manchmal das Gefühl als wäre all das für ihn nur eine Art Spiel gewesen. Und ich die Spielfigur. Bedeutungslos und egal. Ich hatte Gefühle für ihn - er war mein erster Freund. Aber er - ich glaube er hat nie wirklich Gefühle für mich gehabt. Ich habe nie wirklich zu ihm gehört glaub ich - zumindest nicht in seinen Augen. Ich glaube, ich war einfach nur seine Spielfigur. Mehr nicht.

Ich frage mich ob all das nicht passiert wäre wenn er nichts von meiner Vergangenheit gewusst hätte. Wenn ich mich ihm nicht anvertraut hätte. Ich frage mich ob dieser Brief nicht dazu beigetragen hat ihm in seinem Innern den Mut zu geben mich zu zwingen. Und dazu die Gewissheit das ich Schweigen würde...!



_____________________________________________

Ich fühl mich schmutzig. So schmutzig. Ich bin erschöpft und müde - ich werde mich jetzt in mein Bett verkriechen und auf den morgigen Tag warten. Und hoffen. Einfach hoffen...
1.2.09 18:20


In meinem Innern ist immer noch alles chaotisch. In mir sitzt irgendwo tief drinnen eine tiefe Traurigkeit - die einfach nicht verschwindet. Genauso wenig wie die Gedanken - die um die Vergangenheit kreisen. Wieder und wieder.

Nachher muss ich nach draußen. Mit der S-Bahn fahren. Mit A* und U*. Wir haben einen Termin bei meiner Zahnärztin gemacht - um abzusprechen wann endlich die Vollnarkosebehandlung gemacht werden kann. Ich weiß wie wichtig das ist. Aber ich würde trotzdem lieber zuhause bleiben - mich verkriechen. Besonders lieber zuhause sein als mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.
Ich hab Angst das sie nochmal in meinen Mund gucken will - auf diesem Stuhl fühl ich mich so ausgeliefert. Danach geht es mir jedesmal total schlecht. Ich hass das. Ich hoff, das wir nur reden und besprechen. Mehr nicht.
2.2.09 10:59


 [eine Seite weiter]


Copyright ShadowSun Foto by: DeviantArt
Gratis bloggen bei
myblog.de