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Scheiße. Verdammt. Wieso kommt das jetzt wieder - ich HASSE ES. Ich hasse es einfach. Nur das.
Die ganzen letzten Wochen ging es gut - ich hab mich gut gefühlt. Ich hab mich lebendig gefühlt und sicher. Und dann kommen diese beschissenen Erinnerungen und alles ist auf einmal nur noch schwarz und trostlos. Aufeinmal hab ich nur noch Angst. Könnte heulen. Und schreien. Und um mich schlagen.

Ich will dass das aufhört. Für immer verschwindet. Ich will das gute Lebensgefühl nicht wieder hergeben. Ich will LEBEN. Verdammt - einfach nur leben.


Verschwinde aus meinem Inneren - verdammt. Ich will nicht das du bei mir bist - das du mich ausfüllst mit all dem was du mir angetan hast. Ich will dich vergessen - aus mir herausschneiden. Dir keine Macht mehr geben. Du machst mich so klein und hilflos. Ich hab das Gefühl das ich sterbe - einfach nur sterbe. An dir - und dem was du mir angetan hast.

Geh fort. Einfach weg.
9.6.09 17:27


Überfordert. So fühl ich mich. Gestern und vorgestern hat mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Vielleicht war das nötig. War es das? Ich weiß es nicht.
Ich will nicht wahrhaben das es mir so schlecht gehen kann - weil ich nicht will das es mir so geht. Niemals wieder.

Alle reden auf mich ein wegen der Traumatherapie - Frau M* - U* und A*. Und ich? Ich will nicht. Ich will einfach keine neue Therapeutin suchen. Ich will mich damit nicht befassen - ich will es vergessen. Aus meinem Leben verschwinden lassen. Für immer - einfach für immer. Wieso geht das bloß nicht? Das ist einfach nicht fair. Nein, das ist es nicht.

Es ging so gut die letzten Wochen - bis auf den Schlaf und die Ängste. Aber das habe ich in Kauf genommen - als Preis dafür das ich mich gut fühle. Lebensfreude besitze - mich selbst akzeptieren kann - mich in mir drin sicher fühle. Und nun? Ich fühl mich unsicher und schutzlos. Ich würd mich gerne in mein Bett legen und die ganze Welt aussperren. Die Erinnerungen. Die Gefühle. Die Gedanken. Einfach alles. Für immer.

Ich will das Leben genießen. Ich will kämpfen. Ich will mich lebendig fühlen - und sicher. Und ich will nicht das ER es ist der bestimmt wie es mir geht - noch immer: Nach all den Jahren. Das steht ihm nicht mehr zu - das hat es noch nie. Und warum lasse ich ihm dann diesen Platz in mir? Einen Platz den er einnehmen kann wie er will und wann er will. Den er aushöhlt mit seiner Anwesenheit - einer Anwesenheit die mich schutzlos und hilflos macht.


Ich fühl mich überfordert. Gerade jetzt. U* kommt nachher und es gibt soviel zu erledigen - ich will es davon schieben - ihr die Arbeit überlassen. Ich kann das einfach nicht. Wieso muss ich bloß funktionieren? Und wieso kann ich es nicht wie andere.

Ich hasse mich dafür das er mir das antun konnte und das er es immer wieder tut wenn die Erinnerungen kommen. Ich hasse mich dafür das er diese Macht hat und dafür das ich mich selbst hasse und schuldig fühle. Und schmutzig.

Ich hab das Gefühl nicht atmen zu können. Das Gefühl das die ungeweinten Tränen mich ertrinken lassen - in mir drin. Ertrinken an dem ganzen Schmerz - der Angst und ihm.


Aufwachen. ICH WILL AUFWACHEN!
10.6.09 11:50


< "Now the question: "What went wrong?" - "It's your heart!" >



Einsamkeit bestimmt mein Innerstes heute. Ich weiß auch nicht. Allein fühl ich mich. Innerlich allein - und äußerlich. A. ist da - ja das ist er. Dafür danke ich ihm. Sehr sogar.

Ich hätte gerade gerne jemanden bei mir - jemanden mit dem ich reden kann - dem ich mein Herz ausschütten kann. Jemanden, der meine Gedanken aufnimmt - mir meine Angst nimmt - meine Unsicherheit. Jemanden, der mich schützt. Jemanden, der mich ablenkt - mich an die Hand nimmt und mich ins Leben führt. Zurück zu dem Gefühl das alles okay ist. Zu dem Gefühl mich sicher zu fühlen.
Aber hier ist niemand und vor A. will ich das nicht verlangen. Ich habe Angst ihn zu überfordern damit.

Meine alte Betreuerin hat Recht: Ich bin verschlossen und versuche alles mit mir selbst auszumachen - habe zu große Angst andere zu belasten und denke das ich es nicht verdient habe Hilfe zu bekommen. Aber dass das nicht so ist das ich es nicht verdient habe. Aber wie durchbricht man sowas denn?

Ich hab das Gefühl das die ganzen Schutzfunktionen meines Inneren gerade wieder greifen - und das macht mich einsamer als eh schon. Ich hasse diese Schutzmechanismen.

Gegen einen Schutzmechanismus kämpf ich gerade besonders. Mein Dick-sein war immer Schutz vor Außen - für mich zumindest. Auch, wenn es mich doch nicht so geschützt hat wie ich dachte. Aber ein Stück weit hat es das. Nun wo die ganzen Kilos weg sind würde ich sie mir gerade liebend gerne wieder anfressen. Einfach so. Aber ich will es nicht - nie wieder.
Aber wie schafft man das sich anders sicher zu fühlen?

Ich weiß es nicht. Ich weiß es einfach nicht.


Gerade ist auch wieder ganz stark das ich mich verletzen will. Mich dafür bestrafen das ich mich so schutzlos gemacht habe - mich bestrafen weil ich mich so hilflos und verloren fühle.

Ich kämpfe. Ich will das nicht. Es geht nicht. Nein - es geht nicht.



Im Moment fühlt es sich an wie in einer Spirale - ein Moment hat mich ins Rollen gebracht und schon verselbstständigt sich alles und ich scheine nicht mehr richtig rauszukommen. Dabei will ich nur das.


Und jetzt? Ich weiß es nicht. Aushalten und weitermachen - was bleibt auch anderes übrig?!
11.6.09 15:20


Ich habe gestern in der PIA angerufen und wollte einen Termin machen - und wann geben sie mir einen? - Mitte Juli. Ich hab mich aber nicht getraut zu sagen das ich jetzt jemanden zum Reden brauche - also bleibe ich erstmal alleine damit. Frau M. ist eh nicht sooft da und die Gefahr das ich da an den Arzt gerate der mich damals aufgenommen hat ist einfach zu groß. Ich hasse dass das ich da so selten Termine kriege - das ich dort nicht einfach anrufen kann und vorbeikommen wenn es mir nicht gut geht. Ich fühl mich völlig auf mich allein gestellt.

Ein bisschen besser ist es glaub ich. Oder doch nicht? Den Tag über ging es - nun kommt die Angst wieder und das Gefühl überfordert zu sein. Ich hoffe bloß das die Erinnerungen mich in Ruhe lassen - ich kann sie nicht gebrauchen. Absolut nicht.

Gestern Abend habe ich mir ein ebook gekauft. Frau L. - meine ehemalige Betreuerin hatte es mir empfohlen als wir bei meiner Familie waren und sie getroffen haben. Es heißt "Trauma" und ist von Luise Reddemann. Ich habe einiges gelesen und ich verstehe das erste Mal mein Verhalten. Mir hat nie jemand erklärt das es zur PTBS gehört das ich Schlafstörungen habe, das ich mich oft nicht konzentrieren kann, das ich schreckhaft bin und mich so schnell überfordert fühle. Es hat mir nie jemand gesagt das es sein kann das ich mich von jetzt auf gleich aufrege über völlig unbedeutende Dinge und diese erhöhte Reizaufnahme die mich abends in den Wahnsinn treibt auch dazugehört.

Ich find es nicht fair das mir das nie jemand erklärt hat - vielleicht hätte ich mich auch früher damit auseinandersetzen sollen. Ich weiß es nicht. Aber ich hab doch sooft darüber geredet was mit mir nicht stimmt und warum hat dann nie ein Therapeut - ein Psychiater - ein Arzt gesagt: "Frau XYZ das ist völlig normal bei ihrer Erkrankung. Es gehört zum Krankheitsbild und dient als Schutzfunktion für sie und für das was ihnen widerfahren ist!"

Irgendwie macht es mir Angst. Ich weiß auch nicht.

Ich bin hin- und hergerissen. Zwischen dem Wissen das die Traumatherapie so wichtig ist und der Angst das ich es nicht schaffe. Ich weiß nicht ob ich will - ob ich mich bereitfühle. Ich weiß es nicht und ich weiß auch nicht wie ich es herausfinden soll. Wie macht man das?

Dazu kommt das in dem Buch vor falschen Therapieansätzen und schlecht ausgebildeten Therapeuten nur so gewarnt wird. Und das gesagt wird das die sanfste Methode PITT ist und nicht EMDR. Und das die besten Therapeuten mehrere Methoden anbieten und nicht nur EMDR. Und das jeder Therapeut EMDR in Kursen lernen kann ohne überhaupt wirklich dafür gewappnet zu sein mit Traumafolgestörungen zu arbeiten.

Es macht mich ratlos und ängstlich. Ich weiß nicht mehr was Richtig und was Falsch ist. Ich will da auch nicht blind drangehen - aber ich weiß auch nicht wie ich es soll. Wie es richtig ist - wieviel Vorsicht richtig und wieviel schon wieder übertrieben ist.

Ich will mit Frau M. darüber reden - aber was bringt mir das wenn es noch solange dauert.


Das Gute an dem Buch ist das ich A. davon erzählt habe - von den Sympthomen und ich glaube er versteht mich jetzt etwas Besser. Er weiß zu wenig und er müsste soviel mehr wissen - aber ich bin noch immer zu blockiert dazu. Ich weiß nicht wann ich mich ihm anvertrauen kann. Dabei ist es so wichtig - für mich, für ihn und besonders für unsere Beziehung.


Ach verdammt!
12.6.09 17:34


Ich fühl mich nicht gut. Ich hab mich vorhin mit A. gestritten - weil ich mich auf einmal so überfordert fühlte, mir auf einmal alles zuviel war habe ich einfach überreagiert und ihn total blöde angemeckert. Dabei konnte er gar nichts dafür. Absolut nichts. Er ist nicht sauer auf mich - er weiß dass das manchmal passiert. Das dann irgendwas nicht stimmt und diese Überreaktion von der PTBS kommt. Aber trotzdem. Ich hasse mich dafür das ich so bin. Es ist egal ob es an dem Trauma liegt - es zählt nicht. Ich darf so nicht sein - nein, das darf ich nicht.

Ich könnte heulen und schreien und mich zerstören. Ich habe ihn nicht verdient. Absolut nicht.
27.6.09 19:00





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