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Ich musste heute alleine vom Treffen nach Hause gehen - A. wollte mich abholen. Wollte - aber er hat es nicht. Er hat heut Nacht so wenig geschlafen das er eingeschlafen ist - aber er schafft es auch nie sich seinen Wecker zu stellen. Es ist okay - er kann auch nicht immer funktionieren. Ich hätte schließlich auch mein blödes Handy mitnehmen können - aber ich muss es ja immer vergessen. Irgendwann musste das ja mal passieren.

Natürlich musste passieren wovor ich so furchtbar Angst habe. Das irgendein wildfremder Mann mich auf offener Straße anspricht. Wie der mich angeschaut hat - es war einfach nur widerlich. Und es war fast direkt vor meiner Haustür. Ich bin einfach nur schneller und schneller gegangen und habe panisch die Haustür aufgeschlossen. Und dann bin ich erstmal völlig in Tränen ausgebrochen und konnte mich kaum beruhigen. Tausend Erinnerungen im Kopf - völlige Bedrohnis.

Ich kann das nicht. Ich fühl mich so schutzlos alleine - ich kann das nicht aushalten, nein, das geht nicht. Es funktioniert einfach nicht.

Ich habe das Gefühl das ich mich nicht so anziehen darf wie ich mich anziehe. Ich hab das Gefühl das ich es herausfordere - dabei trage ich ganz normale Sachen. Ich will meine Schutzschicht zurück - Gewicht zulegen und mich wieder sicherer fühlen. Aber andererseits will ich es nicht. Es ist einfach nur zum verrückt werden. Ich weiß nicht was ich tun soll. Nein, das weiß ich einfach nicht.

Vielleicht kann Frau M. es mir sagen - ich habe Montag einen Termin. Endlich wieder. Aber was soll sie ändern? Sie kann mich auch nicht schützen - ich kann es ja noch nicht mal selbst.
10.7.09 12:50


Ich fühl mich noch immer schutzlos und würde mich am Liebsten unter tausend Kleidungsstücken verstecken - mich, und meine Weiblichkeit. Ich war immer eine Frau - ja. Aber weiblich habe ich mich nie gefühlt. Erst jetzt und dafür hass ich mich jetzt einfach nur. Wie konnt ich nur. Verdammt.

Ich fühl mich nicht sicher. Nicht in mir drin. Ich habe Angst - verdammte Angst. Und Bilder im Kopf und das Gefühl nicht sein zu dürfen wie ich bin.

Ich will schneiden und essen. Und essen und schneiden. Ich will nicht ich sein. Mich stark fühlen - unnahbar sein. Unnahbar für andere - nicht mal eines Blickes würdig. Ich will verschwinden - mich in mir selbst verstecken. Schutz finden. Einen Halt.

Ich bin müde und kraftlos. Mein Herz pocht so laut - mein Hals kribbelt beim Atmen. Mein Kopf hämmert.

Ich will mich so nicht fühlen. Ich will leben. Das Leben ist zu kurz für sowas. Wieso kann ich nicht einfach ganz normal sein? Reicht es nicht dass das jetzt schon seit Jahren so geht?
11.7.09 14:39


Ich weiß nicht wie ich sein soll. Wie ich sein darf. Darf ich weiblich sein? Mich weiblicher kleiden? Mach ich mich damit nicht noch angreifbar - zum Ziel - zum Opfer? Bin ich dann nicht selbst Schuld wenn wirklich was passiert? Weil ich es damit herausfordere?

Ich habe mich so gut gefühlt damit das ich endlich meine Figur nicht mehr verhüllen muss. Das ich mich endlich weiblich fühle - denn das habe ich mich nie. Immer hatte ich das Gefühl das niemand denkt ich sei eine Frau - das man mir das nicht ansieht. Ich hab mich gehen lassen - mich verhüllt. Es war ein Schutz das weiß ich. Aber jetzt ist er weg.

Ich hab mich gut gefühlt und nun fühl ich mich schuldig. Hätte ich noch die Figur wie vor einem Jahr - würde mich noch so kleiden - dann hätte dieser eklige Typ mich nicht angesprochen. Bestimmt nicht. Oder doch?

Ich bin einfach verunsichert. So sehr. Ich weiß nicht was ich denken soll - ich bin durcheinander. So furchtbar.

Kann mir nicht irgendwer sagen dass das Quatsch ist was ich denke? Ich will mit Frau M. darüber reden - aber kann ich das? Ist es nicht viel zu peinlich weil sie sagen wird das es stimmt. Sagen das ich mich damit zur Zielscheibe mache - ein erneutes Opfer-Sein herausforder?


Ach verdammt.
11.7.09 21:39





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