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~Erinnerungen

R* und ich --- weiter

Ein paar Tage später ging es mir psychisch sehr schlecht. Ich war bei ihm und S* und Si* waren auch da. Ich hatte es ihm gesagt das es mir schlecht ging. Er hatte nichts dazu gesagt. Er reagierte nicht. Er wusste das ich mich wieder geschnitten hatte. Und er war sauer auf mich. Sauer darüber, das ich nicht mit ihm schlafen wollte.
Irgendwann wurde mir das Zusammensein mit allen zuviel und ich ging alleine in die Küche. Dort hockte ich auf dem Boden und war kurz vorm Weinen. Irgendwann kam er in die Küche und ich dachte er würde mich in den Arm nehmen und mich trösten. Nichts geschah. Er sagte nur so etwas wie: "Stell dich doch nicht so an." Dazu kam das er mir sagte ich solle sofort mit dem Svv aufhören - sonst würde er sich von mir trennen. Dann ging er wieder und ließ mich allein. Ich wollte nicht das er mich verließ. Ich wollte das er bei mir bleibt. Ich war am Ende.


Si* kam irgendwann in die Küche und fragte mich was los sei. Sie wusste mitlerweile von meinem Svv. R* hatte es allen erzählt. B* und S* und Si*. Einfach so. Obwohl ich ihn darum gebeten hatte es für sich zu behalten. Ich fühlte mich mies. Ich sagte ihr das er unbedingt mit mir schlafen wollte - das mir das aber zu schnell ging. Sie sagte, sie würde mit S* reden und der solle es dann R* nochmal erklären. Ich schöpfte ein bisschen Hoffnung und dachte: Vielleicht versteht er es ja doch. Irgendwie....
24.2.08 19:01


R* und ich --- Weiter

Wir sahen uns jeden Tag. Wirklich jeden. Es waren ja Sommerferien und ich fuhr nachmittags immer zu ihm. Auch nach der Therapie. Und blieb bis abends. Teilweise nachts. Manchmal unternahmen wir nachmittags noch was mit anderen. Aber meistens waren wir alleine.

Einmal nach der Therapie war ich völlig aufgelöst. Hatte mich geschnitten. Es waren nur ein oder zwei Tage vergangen seit ich es ihm erzählt hatte - das ich Svvlerin bin. Er war völlig entgeistert. Sah mich angewidert an. Verstand nichts. Sagte nur: "Lass das doch einfach!" So einfach war es für ihn. Ich sollte es lassen. Einfach so. Ich fing an zu weinen aber er ging aus dem Raum. Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich saß alleine in seinem Zimmer - irgendwann kam er zurück. Aber er beachtete mich nicht mehr. Ich glaube er küsste mich nichtmal zum Abschied. Er ließ mich einfach gehen....
23.2.08 20:08


Nachtrag zu R* und mir und dem Abend

Nachdem ich die Erinnerung von gestern verfasst habe ist mir zu der Situation noch etwas eingefallen:

Ich erzählte ihm nicht nur von meiner Kindheit. Sondern auch von meinen Depressionen. Meinem Svv. Meiner Therapie die ich machte. Ich sagte ihm ich wäre dabei gegen die Autoaggressionen anzukämpfen - aber das ich nicht versprechen könnte mich nicht mehr zu verletzen. Er sagte es wäre okay. Ich würde ja eine Therapie machen in der würde ich das mit der Zeit lernen. Ich war erleichtert damals.

Dazu muss man sagen: Niemand in meiner Umgebung - wirklich NIEMAND wusste von meinem Svv. Niemand wusste (außer meiner Oma) das ich in Therapie war. Das ich überhaupt Probleme hatte. Ich habe mich geschämt dafür und wollte nie das es jemand anders erfährt. Aber ich dachte: Ihm musst du es sagen. Er ist jetzt dein Freund und irgendwann wird er es sowieso rausfinden. Wegen den ganzen Narben. Und frischen Schnitten. Also sagte ich es ihm.


EDIT: Noch was dazu: Ich verletzte mich damals an den Oberarmen - deshalb war es einfacher es zu verstecken. Damals trug ich nur 3/4 T-shirts. Und keiner bemerkte etwas. Niemand.
23.2.08 11:57


R* und ich - wie es weiterging

Ungefähr zwei Tage später waren wir das erste Mal alleine bei ihm. Er hat mit seiner Stiefschwester V* alleine gewohnt - ohne die Eltern. Sie war an dem Tag nicht da. Wir küssten uns wieder. Lagen auf dem Bett. Und er fing an mich zu berühren. Ich bin zusammengezuckt. Da waren auf einmal die Bilder von früher. Ich hab gezittert. Mir standen die Tränen in den Augen. Er hat aufgehört und mich angeschaut. Erst saßen wir still da. Dann fragte er mich was los sei. Ich wollte es ihm nicht sagen. Aber er fing an immer und immer wieder nachzufragen. Er bohrte richtig. Ließ einfach nicht locker. Sagte dabei immer: " Egal was es ist, ich werde es verstehen." "Es geht dir bestimmt besser wenn du es mir erzählst!" "Du kannst mir alles sagen - ALLES!"
Also wurde ich schwach. Erzählte ihm von meiner Kindheit. Das ich angefasst wurde und all das. Alles, was ich wusste. Ich sagte ihm das ich noch nie mit jemanden geschlafen hatte und Angst davor hätte. Das ich Zeit dafür bräuchte.Er nahm mich in den Arm als ich zu weinen anfing. Er sagte, es sei okay. Er würde mir Zeit lassen. Sagte er zumindest - und ich glaubte ihm. Ich wollte es ihm einfach glauben....
22.2.08 15:46


R* und ich

Wir haben uns in den Sommerferien kennengelernt. Ich mochte ihn sofort. Wir haben ziemlich schnell ziemlich viel zusammengehangen. Ich habe mich sehr wohl bei ihm gefühlt und mich in ihn verliebt. Hals über Kopf kann man sagen. Ich hätte niemals damit gerechnet bei ihm eine Chance zu haben oder ihm zu gefallen. Eigentlich wollte ich auch gar keine Beziehung - weil ich viel zu sehr Angst davor hatte.

Aber am 10.08.2004 waren wir beide bei B* in der Wohnung. Seine Eltern waren verreist und er hat eine Party geschmissen. Ich war irgendwie fertig weil Si* (meine damalige gute Freundin) mich dort vollkommen links liegen ließ. R* ist dann mit mir ins Wohnzimmer der Familie gegangen. Dort haben wir uns lange unterhalten. Irgendwann ist er immer näher gekommen. Hat mich geküsst. Ich war völlig überrumpelt weil ich nie damit gerechnet hatte. Wir küssten uns lange. Sehr lange. Und dann waren wir irgendwie zusammen. Ich war glücklich. Irgendwie. Bis der Horror begann - aber dazu ein anderes mal.
21.2.08 22:57


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